Aktuelles

27.07.2016 Besuch von Staatsminister Wintermeyer bei uns in Immichenhain anlässlich der Nominierung für den Hessischen Demografiepreis 2016

EXPEDITION VOR DER HAUSTÜR, TEIL 2   SOMMER 2016

 

TAFELFREUDEN   10 JAHRE  10 PAARE 10 DOKUMENTATIONEN
Eine arrangierte Begegnung. Ein Spiel. Ein Fest
Ein Projekt des theater 3 hasen oben zum 10. Jubiläumsjahr von
laPROF, Landesverband Professionell Darstellende Künste Hessen e.V.
siehe Projekte

Im November 2015 waren wir auf Gastspielreise in Mexiko-City und spielten dort „Schritt für Schritt“. Ein sehr berührendes Erlebnis! Danke.

Im Sommer 2015 begann das auf viele Jahre angelegte künstlerische Labor Expedition vor der Haustür mit den ersten beiden Projekten.

Im Rahmen einer FLUX-Residenz entwickelten das theater 3 hasen oben und zwei Residentinnen eine fiktive Theater-Nachrichten-Reportage über das Leben in der Schwalm im Jahre 2045 mit dem Titel: LOST – Gehen oder Bleiben? Das Projekt nimmt die Landflucht und ihre Folgen in den Blick. Siehe: Projekte.

Unter dem Titel: With my eyes fand eine SommerWerkstatt mit Jugendlichen im Park des Schloss Loshausen statt. Mit künstlerischen Mitteln erforschten die Jugendlichen ihr Leben in der ländlichen Region und entwickelten Visionen für dessen Entwicklung. Diese Werkstatt wurde durch das Europäische Strukturförderprogramm LEADER und die well-being Stiftung gefördert. Siehe: Projekte.

Kindertheater des Monats in NRW mit Daumesdick im Dezember 2015.

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Mexiko-City Foto: Klaus Wilmanns
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Mexiko-City November 2015

Stücke

Daumesdick

Kleiner Held, großes Theater

Foto: Armin Zarbock

Ein TheaterAbenteuer mit Musik für alle ab 5. Von Silvia Pahl, Klaus Wilmanns, Stefan Ebeling nach den Brüdern Grimm.

Regie: Stefan Ebeling

Die Inszenierung ist sowohl Abenteuergeschichte als auch Komödie: spannend, überraschend, subversiv und urkomisch. Obwohl Daumesdick ein Winzling ist, wächst er durch Wagemut und Neugier über sich hinaus. Er trickst Betrüger aus, schlägt Diebe in die Flucht, wird von einer Kuh verschluckt – und kehrt am Ende wohlbehalten nach Hause zurück.

Mit viel Kreativität und Liebe zum Detail wurde hier ein Stück entwickelt, das mit einfachsten Requisiten eine unterhaltsame Reise auf die Bühne zaubert und den Perspektivwechsel Groß-Klein dabei herrlich vielseitig darzustellen weiß. Das Zusammenspiel von Silvia Pahl und Klaus Wilmanns ist geprägt von Harmonie und viel Talent für verschiedenste Charaktere: das Elternpaar des Winzlings, die zwielichtigen Geschäftsleute, die Daumesdick kaufen, das dümmliche Diebes-Duo, die Magd, der Pfarrer und nicht zuletzt Daumesdicks Stimme – all diese Rollen bringen die Schauspieler mit Witz und Talent hervor. Regisseur Stefan Ebeling hat die Mittel des Theaters weit nach oben gehalten.

Presse

Ein Tisch, zwei Stühle. Ein Bauer, seine Frau; tiefbetrübt. Ganz still ist es, sehr still, kirchenstill. Ganz lange. Eine Wendung des Kopfes, ein Blick. Und mucksmäuschenstill ist und bleibt die Kinderschar im Saal. Ein sich dehnender Augenblick von ganz eigener Magie. Dabei wird in den Kindern ganz offensichtlich etwas „angeknipst“: eine innere Bühne, von Action und Aufregung freigeräumt, ein wacher Sinn, ein Freiraum für ungeteilte, gespannte Aufmerksamkeit.
So wirkt diese Inszenierung mit ihrer Mischung aus Ruhe und ausdrucksstarkem, auf das Wesentliche reduzierte Spiel plus wohldosierter Digi-Tech wie ein wirkungsvoller Gegenentwurf zur Bilderflut unserer Zeit. (Kornwestheimer Zeitung)

Workshop zum Stück
Weitere Fotos auf f
Kritik aus Leverkusen     Bad Wildungen                                                                       

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Foto: Armin Zarbock
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Foto: Armin Zarbock

Sichtbar sein oder unsichtbar sein,
was ist besser?

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Schritt für Schritt

Jede Entwicklung beginnt mit einem ersten Schritt

Foto: Anna Lysikow

Theater für die Kleinsten und ihre Begleiter ab 2, von Silvia Pahl.

Regie: Silvia Pahl und Günther Baldauf

Schritt für Schritt ist ein Spiel über Bewegung und Entwicklung. Ein Stück fast ohne Worte und voller Poesie. Was ist nötig, damit aus Stillstand Bewegung wird? Eine Blume braucht die Erde, die Sonne und den Regen, um zu wachsen. Der Mensch braucht Freiheit – Spielraum, um sich zu bewegen, sich auszuprobieren und zu lernen. Die Inszenierung zeigt dieses Lebensprinzip auf spielerische und poetische Weise. Ein faszinierender Ausflug: spielen, ausprobieren, weiterentwickeln.

Was geschieht eigentlich, wenn ich lerne, mit meinen Füßen auf dem Boden abzurollen? Die Spieler erkunden den Zusammenhang zwischen Mensch und Erdboden, sie machen sich den Boden vertraut, schmiegen sich innig mit ihren Fußsohlen an den Untergrund, berühren ihn mal kräftig mal sanft – der Boden wird zum Mitspieler. Und was geschieht, wenn sich die Spieler für Augenblicke vom Boden lösen, einen Moment abheben, schweben? Eine Ahnung: am Boden verhaftet zu sein ist kein Gegensatz der Freiheit, sondern deren Voraussetzung. Wer fest auf dem Boden steht, kann ihn nutzen – zum Sprung!

Presse
„Füße sprechen ohne Worte. Mit Leichtigkeit erzählte das Ensemble bei der Premiere von der Faszination des Laufens. Gebannt verfolgten die Kinder ab zwei und auch Erwachsene die Schritte der beiden Hauptdarsteller. Namen hatten die Füße nicht, aber Persönlichkeiten. Zart, neugierig und weich die einen, groß, sicher und männlich die anderen.“ HNA    „Bewegung wird durch ganz simple Impulse in Gang gesetzt: ein Wassertropfen aus einer Gießkanne,…Töne vom Daumenklavier… Das ist so einfach, wie poetisch, so normal und zugleich so aufregend.“ Leonberger Kreiszeitung „Eine Ode an den Odem: zu Beginn ließen sich die Schauspieler einen gepusteten Windhauch vom Publikum schenken. Diesen trugen die beiden Akteure mit Zartheit, Lebendigkeit und Klugheit durch das gesamte Stück. So konnten die kleinen Besucher bei ihrem ersten Besuch im Theater erfahren, dass eine gelungene Aufführung glücklich machen kann.“ MAZ

2011 in Indien
2015 in Mexiko-City

 

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Foto: Anna Lysikow
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Foto: Anna Lysikow
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Foto: Anna Lysikow
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Schneewittchen

Einfach zu schön zum Sterben

Foto: Mark Biech

Theater mit Musik für alle ab 5 nach den Brüdern Grimm

Regie: Günther Baldauf

Das Märchen vom schönen Mädchen, der neidischen Stiefmutter, ihrem magischen Spiegel und den freundlichen Zwergen. Die Inszenierung in der Regie von Günther Baldauf setzt dabei ganz auf die besondere Kraft der Musik und die Wandlungsfähigkeit seiner Schauspieler. Klaus Wilmanns macht Musik und Geräusche auf einer Vielzahl von Kleininstrumenten und Materialien. Silvia Pahl verwandelt sich mit Leichtigkeit ganz einfach im „Haarumdrehen“. Wenn Schauspiel und Musik zu einer Einheit verschmelzen, denn entsteht etwas Neues – ein Bild voller Poesie, ein ironisches Augenzwinkern, eine magische Atmosphäre.

Presse

„Bis zum Ende durchdacht ist jede Kleinigkeit der Aufführung. Faszinierend die Präsenz von Pahl und Wilmanns.“ HNA      „Zwar gibt es etliche Figuren im Stück – allein schon die sieben Zwerge – doch statt auf schiere Masse setzte das mit dem „Kinder- KulturKönig“ als beste Inszenierung der „Wiesbadener KinderKulturTage 2008“ ausgezeichnete Stück auf Klasse. Zum leichten Spiel von Silvia Pahl, die neben dem Schneewittchen auch die böse Stiefmutter oder den guten Jäger gab, gesellte sich Klaus Wilmanns geniale Begleitung. Er verkörperte nicht nur die sieben Zwerge, sondern unterlegte das Bühnengeschehen auch live mit Musik, Stimmen und Klängen. So schufen die beiden Theaterleute eine perfekte Atmosphäre,…“ Geilenkirchener Zeitung „Dies war ein Sahnestück. Hier stimmte alles: ein tolles Bühnenbild, Silvia Pahl als großartige Schauspielerin in verschiedenen Rollen, Klaus Wilmanns als „Geräuschezauberer“, der die Geräusche perfekt zu jeder Szene formte und damit dem Stück seine individuelle Note verlieh.“ Ortskulturring Schafflund

weitere Presse

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Foto: Mark Biech
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Der Froschkönig

Ein Märchen, wie man es sich zu allen Zeiten wünscht

Foto: Süddeutsche Zeitung

Ein Verwandlungswunder für alle ab 4 nach den Brüdern Grimm

Regie: Günther Baldauf

So hat man den Märchenklassiker noch nicht erlebt. Das Goldkugellied auf den Lippen tänzelt die Prinzessin durchs Leben. Der quirlige Wasserpatscher ergötzt sich zum Vergnügen der Zuschauer an seiner selbsterfundenen Froschsprache. Bis zu jenem Tag, an dem der Prinzessin ihre geliebte goldene Kugel in den Brunnen fällt. Die Bühnenwand wird zum Brunnen, als Schattenspiel versinkt die Kugel auf den Grund. Der verliebte Frosch bietet der Prinzessin seine Hilfe an und entlockt ihr jenes verhängnisvolle Freundschafts-Versprechen, welches sie jedoch niemals einzulösen gedenkt…so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Der Frosch quakt den Blues am Bass, die Prinzessin schlägt den off-Beat auf dem Glockenspiel. Die Häutung des Frosches zum Prinzen wird genüßlich in Zeitlupe zelebriert, fast wie eine Geburt. Ausdrucksstarke Bilder, prächtige Kostüme, zauberhafte Musik und eine geheimnisvolle Atmosphäre lassen die alte Geschichte mit Witz und Poesie lebendig werden. Ein unvergessliches Theatererlebnis.

Presse

„Das theater 3 hasen oben liefert mit dem „Froschkönig“ ein Meisterstück! Brillant, wie mit einfachsten Mitteln großes Theater vermittelt wurde. Zarte, aber auch laute und nachhallende Klänge halfen dem Theaterstück in seiner geistreichen Klarheit.“ Hersfelder Zeitung „Das bestach nicht nur durch Grimmsche Originalpassagen, sondern zudem durch gegenwartsnahe Inhalte und Sprache. So mühelos wie den Spagat zwischen Mythos und Moderne meisterten Pahl und Wilmanns auch den rasanten Rollen- und Kostümwechsel…“ HNA     „Das theater 3 hasen oben vermochte mit einem Mindestmaß an Kulisse, farbenfrohen Kostümen und Duo-Besetzung eine Inszenierung auf die Bühne zu bringen, die in Sachen Kreativität und Einsatz szenischer Mittel im Kindertheater vielleicht einzigartig ist.“ Main-Spitze, Rüsselsheim

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Foto: Paavo Blavield
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Foto: Paavo Blavield
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Foto: Paavo Blavield
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Hänsel und Gretel

Wundertüte der Phantasie

Foto: Stefan Pollmächer

Theater mit Musik für alle ab 5 nach den Brüdern Grimm

Regie: Günther Baldauf

Bis heute gilt Hänsel und Gretel als eines der beliebtesten aller Märchen. Anrührend der Existenzkampf einer Familie in lebensbedrohlicher Armut. Faszinierend die Hexe und ihr magisches Hexenhäuschen aus Brot und Kuchen. Ermutigend die positive Kraft des Geschwisterpaares, das unvorstellbare Gefahren überwindet und für uns Theatermacher im Mittelpunkt des Interesses steht. Die beiden sympathischen Märchenerzähler Nella und Nello sind fasziniert von der wunderbar gruseligen Geschichte und besonders von dem fantastischen Team, Hänsel und Gretel. Ausgestattet mit Kontrabaß, Keyboard und einem ausgeklügelten Bühnenbild erzählen sie die Geschichte dieses weltberühmten Geschwisterpaares auf unvergleichliche Weise. Begeistert und voller Spielfreude schlüpfen Nella und Nello in alle Rollen und erschaffen eine turbulente, spannende, musikalische und anrührende Version des Märchenklassikers.

Presse

„Hänsel und Gretel, eine bekannte Geschichte – das theater 3 hasen oben lieferte eine gelungene Inszenierung: für Kinder betörend, aufregend für Erwachsene. Es zeigte ein mutiges, selbstbewusstes Geschwisterpaar mit Eltern, die am Existenzminimum leben und eine Hexe als werbende Verführerin samt Knusperhaus, das wie ein weihnachtlicher Konsumtempel anmutete.“ HNA     „… war es die überwältigende Bühnenpräsenz der Schauspieler Silvia Pahl und Klaus Wilmanns? Sie wandelten sich mit wenigen Stilmitteln in Hänsel, Gretel, Vater, Stiefmutter, Hexe oder rappendes Märchenerzählerpaar. Keine Zeit für Langeweile.“ „…ein Kindertheater der Sonderklasse.“ Hersfelder Zeitung

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Foto: Stefan Pollmächer
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Klangperformance für Kinder von 2 - 5 Jahre

Foto. Steffen Dittmer

Staunen und Lauschen. Auf diese Weise erkunden kleine Kinder die Welt. Das theater 3 hasen oben lädt ein zu einem Fest der Klänge und Geräusche, um gemeinsam zu Staunen und zu Lauschen.

Was klingt in diesem Raum?
Welches Lied singt mein Körper?
Wie klingen die Bewegungen?
Welchen Klang haben Dinge, Farben, Gefühle?
Welche Geschichte erzählen uns die Geräusche?
Wie klingt dieser Augenblick?

Spielend, lauschend und experimentierend komponieren wir den Song des Augenblicks. Das theater 3 hasen oben spielte seine Produktion „Schritt fürSchritt“ für Kinder ab 2 in der gesamten Bundesrepublik, in den USA, in Indien und in Mexiko. 2016 Einladung nach Wroclaw (Kulturhauptsadt Europas). Mit PAINTING SONGS begeben sich die Künstler wieder auf eine weite Reise. Eine Expedition auf der Suche nach Allem, was klingt.

Premiere: 05.10.2016 um 10.00 Uhr
weitere Vorstellungen: 06.10. um 9.00 und 11.00 Uhr und 07.10. um 9.00 und 11.00 Uhr

Kulturhalle Schwalmstadt-Ziegenhain, Alleeplatz

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Foto. Steffen Dittmer
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Der Kontrabass

Virtuos auf dem Instrument

Foto: Paavo Blavield

von Patrick Süskind

Regie: Rainer O. Brinkmann

Das erste und einzige Mal wird Der Kontrabass von einem professionellen Kontrabass-Spieler gespielt! Klaus Wilmanns spielte den Kontrabass über 700 mal, wurde vom Goethe-Institut nach Skandinavien eingeladen, war Gast auf Schloß Elmau, spielte vor Prinzessinen und Ministern, in Stadttheatern, Wohnzimmern, wie auch in Scheunen oder Weinkellern…

Presse

„Unvergleichlich genial, polemisch und einsichtsvoll ist Patrick Süskinds Der Kontrabass. Kongenial setzt ihn Klaus Wilmanns in die Tat um. Er läßt den Kontrabass auf der Stuhlkante balancieren, schwingt ihn durch die Luft, sitzt drauf, liegt darüber, liebt ihn, haßt ihn, streicht ihn. Dazu kommt ein ausgeklügeltes Spiel mit der Zeit: Weil Wilmanns improvisierend Süskinds Regieanweisungen umsetzt, kann er die Textabschnitte gliedern, die Pausen dehnen, das Tempo beschleunigen. Wenn zu den immer dichter fallenden Wortkaskaden auch noch flinkes Fingerspiel an den Baßsaiten kommt, sich beides zum Gesamtgeräusch verbindet, entsteht so etwas wie eine neue Sprache, deren Laute aus Vokalen, Konsonanten und Baßtönen gebildet wird. Wilmanns spricht mit dem Kontrabass und durch ihn. Klaus Wilmanns Interpretation lebt vom geglückten Tempo, der nuancenreichen Stimme, der ausgeklügelten Bühnenaufteilung, der sparsamem Requisite und vor allem von Klaus Wilmanns selbst: Der den Baß liebt, zupft, streicht, beschwört, verachtet und besitzt.“ Weilheimer Tagblatt „Wilmanns Spiel ist flink und klar, er nutzt die spärlichen Utensilien der Dekoration vortefflich, läßt niemals Langeweile aufkommen, verzögert die emphatischen Momente gekonnt…“ Wetterauer Zeitung

weitere Presse:   Rinteln     Bad Berleburg

 

programmheft 2
Floto: Paavo Blavield
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LOST

eine TheaterReportage

Termine

24.09.2016n.nWroclaw (PL)KindertheaterfestivalSchritt für Schritt
05.10.2016PREMIERE
10.00
Schwalmstadt-ZiegenhainKulturhallepainting songs
06.10.20169.00+11.00s.os.o.painting songs
07.10.20169.00+11.00s.o.s.o.painting songs
17.10.2016ganztägigBielefeldStadthalleTheatermarkt
18.10.2016ganztägigBielefeldStadthalleTheatermarkt
28.10.2016vormittagsLangenfeldSchauplatzDaumesdick
30.10.2015 DinslakenStadthalleDaumesdick
14.-18.11.201610.00Bad WildungenThaBuSchritt für Schritt
18.11.201620.00NiederurffAlte PfarreiKontabass
19.11.201620.00NiederurffAlte PfarreiGrimminell 3.0
11.12.201615.00RecklinghausenFestspielhausSchneewittchen
03.02.2017-Ehingen-Schritt für Schritt
09.03.201710.00SolingenTheaterpainting songs
24.04.201715.00FilderstadtFilharmonieSchneewittchen
06.05.201710.00+15.00GüterslohStadttheaterDaumesdick
18.06.2017 ...Bad Nenndorf...Daumesdick
32.12.204525:20 UhrImmichenhainStrandbarSchlafwandel

Über uns

Foto: Klaus Wilmanns

theater 3 hasen oben

Von 1988 bis 1998 arbeiteten Silvia Pahl und Klaus Wilmanns in verschiedenen Häusern und freien Ensembles, bis sie 1998 das theater 3 hasen oben mit Sitz in Immichenhain in Nordhessen gründeten. Silvia Pahl und Klaus Wilmanns loten künstlerische Grenzen aus: Vereinfachung bis hin zum „fast Nichts“, Reduktion der Theatermittel, opulente Musik. Die Theatermacher verstehen sich als Grenzgänger zwischen Genres. Mit ihren Inszenierungen touren sie ganzjährig bundesweit und international. 3 hasen oben erhielten Preise und Auszeichnungen, wie die Teilnahme an internationalen Festivals: so waren Pahl und Wilmanns 2011 auf Einladung des Goethe-Institut mit ihrem Stück Schritt für Schritt zu Gast in den USA (Washington DC) und in Indien (Chennai, New Delhi), in 2015 in Mexiko-City.

Silvia Pahl
ist Spielerin und als Künstlerische Leiterin Impuls- und Ideengeberin des Theaters. Sie sucht nach geeigneten Themen, Stoffen und Material für Inszenierungen, sie entwickelt Spielideen und Inszenierungskonzepte. In den letzten Jahren entwickelte sie verschiedene Theaterlabore und andere Formate künstlerischer Forschung und Kulturvermittlung.

Klaus Wilmanns
ist Spieler und Musiker des Theaters. Er improvisiert, entwickelt und komponiert Musiken, Lieder und Sounds. Auf der Bühne spielt der Kontrabassist und Multi-Instrumentalist meistens live. Klaus Wilmanns leitet die musikalische Arbeit und ist zuständig für das Management der Gruppe.

 

Unser Theaterverständnis
von Silvia Pahl

Bewusst Sein statt verwertbar sein
Unsere Theaterarbeit wird durch ein besonderes Welt- und Menschenbild getragen und versucht ein Gegenpol zum herrschenden „Klima“ zu sein. Wir leben in einer Gesellschaft, die von einer materialistischen Weltsicht beinahe vollkommen durchdrungen zu sein scheint. Alles, was wir denken und tun, alles was wir lehren und lernen, alles wonach wir streben hat eine Grundlage: Verwertbarkeit. Nahezu alles, was wir tun, hat Ziele oder wenigstens Absichten. Sogar auf Spielen für Kleinkinder ab 0 Jahre (z.B. HABA-Spiele) wird auf der Verpackung aufgelistet, welche Fertigkeiten mit dem Spiel erlangt werden können. Scheinbar darf keine unserer Handlungen absichtslos sein, weil wir glauben, dass sie dann sinnlos wäre.

Auf der Strecke bleibt nichts weniger als: unser Mensch sein an sich, der Sinn unseres Daseins. Wir haben vergessen oder verlernt, unser Menschsein bewusst wahr zu nehmen und uns selbst zu feiern. Dabei ist es unser Bewusstsein, das uns als Menschen auszeichnet. Es ist unsere Fähigkeit, uns selbst zu Reflektieren, unsere Vorstellungskraft, unsere Imaginationsfähigkeit, die uns zum Menschen macht. Wir versäumen täglich, einfach da zu sein. Unsere Kinder und wir verlernen, zu spielen, um des Spielens willen; Geschichten zu spinnen, um des Erfindens willen; zu tanzen, zu singen, zu weinen. Wir verlernen und vergessen all das oder uns bleibt neben unseren Terminen zur persönlichen Optimierung schlicht keine Zeit mehr dafür. Unser Sein bewusst wahrzunehmen, hat für eine Leistungsgesellschaft keinen oder kaum einen Wert. Sich darin zu üben, ist bestimmten Berufsgruppen vorbehalten, zum Beispiel Schauspielern oder Künstlern im Allgemeinen, Geistlichen, Therapeuten.

Leistung und Druck
In unserer Zeit hat das Leistungsprinzip teilweise absurde Züge angenommen. Es gibt karriereorientierte Eltern, die ihre Kinder vom ersten Atemzug an verplanen und alle Weichen für ein Leben auf der Erfolgsspur bereits gestellt haben, bevor das Kind seinen ersten Schritt gemacht oder sein erstes Wort gesprochen hat. Neurologische Krankheiten sind in westlichen Gesellschaften sprunghaft angestiegen. Sind ADHS, Burn-out oder Depression nur Hirngespinste und Hysterie oder die Geisseln einer Zeit, in der die Menschen dem verinnerlichten Druck nicht mehr gewachsen sind?

Freiheit und Möglichkeit
Durch unsere Arbeit wollen wir Freiräume schaffen. Wir arbeiten bewusst mit Leerstelle, Lücke, Pause, Irritation, um unser Publikum einzuladen, seine eigene Vorstellungskraft einzusetzen und sie aktiv schöpferisch zu gebrauchen.
Gerade das Kinder- und Jugendtheater läuft Gefahr, instrumentalisiert zu werden und sich als verlängerter Arm der Bildungseinrichtungen benutzen zu lassen. Viele Kindertheatermacher sehen sich eher als Wissensvermittler und Pädagogen, denn als Künstler und Forscher. Oft werden wir Kindertheater von Politikern und Pädagogen dazu angehalten, uns bestimmten Themen und Problemen zu widmen, die gerade in den Lehrplan oder zum allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs passen. Nicht selten geht es dabei darum, vorgefasste Meinungen und Lösungsvorschläge, eine anerkannte pädagogische Lesart oder einfach nur die Ideen und Vorstellungen der jeweiligen Künstler zu vermitteln. Das jugendliche Publikum soll etwas Bestimmtes begreifen, lernen und später umsetzen können (um nicht zu sagen: nachbeten können).

Wir wollen unsere Theaterarbeit nutzen, um die Antwort schuldig zu bleiben. Wir wissen keine einfachen, schnellen, beruhigenden Antworten auf die wesentlichen Fragen des Lebens. Wir wissen aber, dass Alles sich stets verändert und entwickelt. Wir wissen, dass Stabilität eine Illusion unserer Spezies ist, die uns Menschen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln soll. Wir glauben, dass es die wichtigste Aufgabe der nächsten Jahrzehnte sein wird, uns Alle zu befähigen, mit der steten Wandlung des Lebens angstfreier umzugehen.
Individuen brauchen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, (Selbst)Bewusstsein, (Selbst)Erkenntnis und keine Angst vorm Scheitern, um Möglichkeitsräume nicht als Bedrohung, sondern als aktiv zu gestaltenden Raum zu erfahren. Deshalb halten wir es für unsere wichtigste Aufgabe, die Lust am genauen Beobachten, am Weiterspinnen und Weiterentwickeln zu wecken. Wir stellen Fragen, wir öffnen Räume, wir schaffen Möglichkeiten.

Haltung statt Absicht
Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Dasein in Freiheit. Wir fragen in unserer Arbeit, was das konkret zu dieser Zeit in unserem Land und in der Weltgesellschaft heißt? Der Wert und die Würde eines jeden Menschen sind gleich und nicht an Bedingungen wie Leistung, Reichtum, Amt geknüpft. In der Realität glauben die wenigsten Menschen in unserem Land an eine solche Gleichheit. Sie haben das Leistungsprinzip verinnerlicht und versuchen sich und ihre Kinder zu Gewinnern in einem Wettbewerbssystem zu machen.
Wir versuchen in unserer Arbeit eine Haltung zu diesen grundlegenden Werten einzunehmen und unterschiedliche Absichten, Möglichkeiten, Interpretationen und Ziele nebeneinander stehen zu lassen. Wir wollen ermutigen, sich eigene Gedanken und Sichten zu erarbeiten, auch mal am Mainstream vorbei zu denken, das scheinbar Unmögliche für möglich zu halten. Frei sein bedeutet nicht getrennt sein, sondern diese Einsichten im Austausch mit Anderen immer wieder zu überprüfen und flexibel zu halten, also nicht starr zu werden. Frei sein, bedeutet mitgehen zu können, mit den Anforderungen und Aufgaben des Lebens, ohne durch vorgefasste, vorgelebte oder verinnerlichte Lösungsmöglichkeiten einen eingeschränkten Blick zu behalten.

 

 

 

 

 

 

 

„Ein altes Mütterchen hatte nur vier Zähne im Mund. Drei Zähne oben, einen unten. Kauen konnte das alte Mütterchen mit diesen nicht mehr. [ … ] Und da beschloss das alte Mütterchen, sich sämtliche Zähne entfernen und sich ins untere Zahnfleisch einen Korkenzieher einsetzen zu lassen, ins obere eine kleine Zange. Das alte Mütterchen trank Tinte, aß rote Rüben und putzte sich die Ohren mit Streichhölzern. Das alte Mütterchen hatte vier Hasen. Drei Hasen oben, einen unten. Das alte Mütterchen fing Hasen mit den Händen und setzte sie in enge Käfige. Die Hasen weinten und kratzten sich mit den Hinterpfoten die Ohren. Die Hasen tranken Tinte und aßen rote Rüben. Ssa-ssa-ssa! Die Hasen tranken Tinte und aßen rote Rüben!“  Daniil Charms